zurück


Helmut Kuhn, (c) Laura J. Gerlach

Rendezvous mit dem Eisberg, Festival
Gehwegschäden
von Helmut Kuhn, Lesung
Helmut Kuhn ist Journalist und Autor. „Gehwegschäden“ beobachtet, wie prekäre Freiberufler beim Schachboxen den Kampf ums Dasein proben.
Die Hauptperson Thomas Frantz ist Journalist, Lebenskünstler und Schachboxer. Frantz lässt sich durchs Hauptstadtleben treiben und protokolliert dabei innerlich minutiös alles, was um ihn herum geschieht. Aufgeschnappte Gesprächsfetzen, schlagartige Beleuchtung vom Leben gezeichneter Berliner Gestalten, Miniaturbeschreibungen - Helmut Kuhn verdichtet Realität in Worten.
Die Gesellschaft befindet sich in einem fundamentalen Wandel. In „Gehwegschäden“ beleuchtet Helmut Kuhn, welche Auswirkungen die Veränderungen in der Arbeitswelt auf die Menschen „unten“ haben. Sein Fazit für die Berliner Straßenlandschaft und ihre Schäden: Lieber Bürger, wir machen hier nichts mehr, wir haben uns damit abgefunden.

Helmut Kuhn, geboren 1962, studierte Geschichte und Publizistik in Berlin und Paris. Er arbeitete bei der deutschjüdischen Zeitschrift Aufbau in New York und schrieb u.a. für die Süddeutsche Zeitung, Die Zeit, Neue Zürcher Zeitung, Stern, Focus und mare. 2002 erschien sein vielbeachtetes Romandebüt "Nordstern". Als Co‐Autor verfasste er zusammen mit Murat Kurnaz "Fünf Jahre meines Lebens. Ein Bericht aus Guantanamo" (2007), über den John Le Carré schrieb: „Der mitfühlendste, ehrlichste und würdevollste Bericht über die Schande Guantanamo, den es je gegeben hat.“
Helmut Kuhn lebt als Schriftsteller in Berlin und unterrichtet Kreatives Schreiben an der Humboldt-­Universität zu Berlin. Sein neuer Roman "Gehwegschäden" ist im Frühjahr 2012 in der Frankfurter Verlagsanstalt erscheinen.

"Das Buch von Helmut Kuhn beschreibt die Gesellschaft mit einer erschütternden Klarheit und Prägnanz. Es zeigt, was unter der Oberfläche des schönen, netten Berlins an zerstörten Lebensgeschichten existiert. Es zeigt den ständigen Überlebenskampf einer sehr breiten gesellschaftlichen Schicht und mit welcher Ignoranz die Gesellschaft darüber hinweg geht. Das Bild der Gehwegschäden ist die Metapher der heutigen Zeit: Es wird nichts repariert, es wir einfach laufen gelassen. Das Buch beschreibt die Brutalität der heutigen Gesellschaft". SAHRA WAGENKNECHT IN 3SATBUCHZEIT

"Gehwegschäden ist die Fortschreibung der großen Berlin‐Romane von Erich Kästner, Hans Fallada, Christopher Isherwood und Alfred Döblin." WELT KOMPAKT

"Ein Blick auf Mitte von außen und eine ironisch-böse‐heiter genau beobachtende Hommage an Alfred Döblins Metropole‐im‐Umbruch‐Klassiker „Berlin Alexanderplatz“." G+J BUSINESS PUNK

"Ein ebenso bitteres wie heiteres Buch über den Irrwitz, sich durch Berlin und das Leben überhaupt schlagen zu müssen. " BERLINER KURIER

3satbuchzeit_Bericht vom Donnerstag, 15. März 2012 3sat Mediathek

Kartenpreise: Einzelkarte: 8, 4€ (ermäßigt), Tageskarte 16, 8€ (ermäßigt), Festivalkarte:40, 20€ (ermäßigt)
Kartenvorbestellungen: hier online vorbestellen oderTel.: 030-443 59 497



ACUDextra
Fr 3.6. 20:00 Uhr

ACUDtheater
Fr 3.6. 20:00 Uhr