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Rendezvous mit dem Eisberg, Festival
MEMORY
EIN VERSUCH ÜBER ERINNERUNG
MEMORY befragt das Verhältnis von Gedenken zu persönlichem Erinnern, d.h. die Schwierigkeiten und Verzerrungen dieser beiden verwandten Vorgänge werden beleuchtet.
Die Zuschauer wohnen einer Art Forschungs- oder Untersuchungsreise bei; jemand hat eingeladen in sein persönliches Archiv, um seine Erinnerungsfähigkeit öffentlich zu testen. Eine Show mit Hindernissen, weil die Erinnerungen sich anders gestalten als erwartet. Wer kann schon wissen, in welcher Weise sich seine Lieblingstasse an ihn erinnern wird? Gesucht werden die authentische Erinnerung, das authentische Gedenken: wie war es, wie war ich wirklich?
Der Bericht einer Reise an einen authentischen Gedächtnis-Ort, Auschwitz, enthüllt eher Verwirrung als Klärung. Wo der Ort des Geschehens in eine Gedenk-Stätte verwandelt wurde, wird Geschichte neu geschrieben. Ist der Ort ein verläßlicher Zeuge? Sind die Fotos meiner Kindheit verläßliche Zeugen? Was ist Erinnerung, was Anekdote, was (nationaler) Mythos? Oder erfinde ich Erinnerung jeden Tag aufs Neue gemäß meinen jeweiligen Interessen? Eine spannende Konfrontation mit offenem Ausgang verspricht der Moderator

Spiel: Ralf Knicker
Spielleitung: Heinrich Rolfing
Bühne und Kostüm: Petra Korink
Produktion: H & R
Einzelkarte: 8, 4€ (ermäßigt), Tageskarte 16, 8€ (ermäßigt), Festivalkarte:40, 20€ (ermäßigt)

Pressestimmen:
das Schönste und nachhaltig Genaueste, was es seit langer Zeit auf Kampnagel zu sehen gab...
Matthias Pees in Süddeutsche Zeitung:

Woraus sind die Erinnerungen einer Nation. wo der Mensch nicht mal über seine eigene Biographie verfügt? Eine derart differenzierte Inszenierung ist selten. Und da ihr ein hervorragender Darsteller zur Seite steht, dürfte sie vor der Verdrängungskunst sicher sein
Christine Wahl im Tagesspiegel: Und wie die Erinnerungen uns plötzlich anfliegen können, ganz leicht. Das ist das Beeindruckendste an diesem kurzen Abend: diese Spontaneität, die dennoch nach Plan gespielt ist. Kleintheaterkunst, die sehr kunstlos aussieht, aber verblüffend wirkt: echt.
Christine Richard in Basler Zeitung:

Wichtiger ist - und darauf verweist Knicker in seinem klugen, kenntnisreichen Spiel über die Arbeitsweise der Erinnerung -, dass es überhaupt Berührungspunkte zwischen privater und öffentlicher Geschichte gibt.
Jutta Baier in Frankfurter Rundschau:

Als ein wunderbar differenziertes Plädoyer gegen die Verdrängungskunst wird uns dieser Abend lange in memoriam bleiben.
Tanja Rest in Frankfurter Neue Presse:

Fulminant, wie Knicker darauf der Betroffenheitsfalle virtuos entkommt und dadurch heftige Nachbeben beim Zuschauer garantiert... TZ München


ACUDextra
Fr 3.6. 21:00 Uhr

ACUDtheater
Fr 3.6. 21:00 Uhr